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Römische Kochkunst am DGK

Nachdem wir, der Lateinkurs der Q11, bei unserer Lektüre der Cena Trimalchionis von Petron schon einiges über das Leben der römischen Bürger und ihre Ernährung kennengelernt hatten, wollten wir noch mehr über die Essgewohnheiten der alten Römer erfahren.

Frau Todt, unsere Lateinlehrerin, schlug uns daher vor, einen Nachmittag lang römisch zu kochen. Mit Begeisterung stimmten wir zu und machten uns am 11. Mai 2011 auf den Weg zur benachbarten Wittelsbacher Mittelschule. Im dortigen Hauswirtschaftsraum fanden wir ideale Bedingungen für unser Vorhaben vor. Der Mittelschule möchten wir an dieser Stelle noch einmal unseren Dank aussprechen, dass sie uns als Gäste aufnahm.

Zu original-römischer Cena-Zeit, um 16.00 Uhr begann Frau Leipold von der Agentur Cultheca aus Regensburg, uns in die römische Antike zu versetzen. Mit einer Powerpoint-Präsentation informierte sie uns zunächst über die Speisen, Lebensmittel und die Tischkultur der Römer. Besonders erstaunt waren wir über die Tatsache, dass es für die Römer ein Genuss war, das garum (eine Flüssigkeit, die beim Zersetzen von Sardellen in der Sonne entstand) zu beinahe jeder Speise hinzuzufügen. Auch waren wir überrascht, dass man es in der Antike als besonders große Kochkunst ansah, wenn ein Gericht z.B. aus Schwein bestand, nach Hirsch aussah und nach Fisch schmeckte!

romkochen_11_3.jpgNun wurde uns endgültig klar, dass sich die Essgewohnheiten der Römer von den unsrigen heute durchaus unterscheiden. So war uns auch etwas mulmig zumute, als Frau Leipold schließlich die Kochrezepte austeilte, die wir nachkochen sollten. Immer zwei Personen erhielten ein Rezept. Wir kochten Vorspeisen (gustationes), Hauptgänge (mensae primae) und Nachspeisen (mensae secundae).

Obwohl wir nicht alle gleichermaßen erfahrene Köche waren, lief die Zubereitung der Gerichte reibungslos, denn Frau Leipold griff uns hie und da unter die Arme.

Als alle Gerichte fertig waren, bauten wir ein kleines Buffet auf und verzehrten unsere ’Kunstwerke’ mit großem Genuss. All unsere Befürchtungen hatten sich als unbegründet herausgestellt: Die römische Küche kann auch heute noch ein kulinarisches Highlight darstellen! Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die süßen Ricotta-Sesambällchen (globi), die zwar eigentlich eine Nachspeise sein sollten, aber als erstes weg waren.

Als wir wie römische Sklaven unsere Großküche wieder in ihren Urzustand zurückversetzt hatten, machten wir uns um eine interessante Erfahrung reicher wieder auf den Nachhauseweg.  

Text: S. Schwentesius, Q11/ Foto: P. Todt 

 

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